Firmung im SSB Frankenwald/Oberes Rodachtal:26 junge Menschen empfingen das Sakrament der Firmung

Domkapitular Albert Müller stellte Bezug zum Tag der Deutschen Einheit her

Seit Anfang des Jahres bereiteten sich im Seelsorgebereich Frankenwald 73 Mädchen und Jungen auf das Sakrament der Firmung vor. Bei Treffen in Kleingruppen, verschiedenen Aktionen und Gottesdiensten setzten sich die Firmbewerber mit ihrem Glauben auseinander und erlebten christliche Gemeinschaft. Für 25 junge Menschen aus den Gemeinden Birnbaum, Nordhalben, Nurn, Steinwiesen, Wallenfels und Wolfersgrün war es am 3. Oktober schließlich soweit: Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes spendete ihnen Domkapitular Albert Müller das Sakrament der Firmung.
Pastoralreferent Harald Ulbrich hatte die Jugendlichen während der Vorbereitungszeit begleitet und begrüßte zu Beginn der Heiligen Messe den Firmspender Albert Müller. „Es ist schön, wieder in die Heimat zurückzukehren“, sagte dieser. Der gebürtige Zeyerner ist seit Dezember 2024 als leitender Pfarrer im Seelsorgebereich Kronach tätig. Umso mehr hoffe er, dass auch die jungen Menschen in der Kirche eine Heimat finden könnten. Einen Einblick in die Zeit der Firmvorbereitung gaben die Jugendlichen selbst. Auf Leinwänden hatten sie Impulse zum Heiligen Geist künstlerisch umgesetzt und stellten ihre Arbeiten kurz vor. Die Bilder zu Themen wie „Der Heilige Geist im Feuer“ oder „Der Heilige Geist im Frankenwald“ zeigten, wie unterschiedlich der Geist Gottes wirken kann.

In seiner Ansprache griff Domkapitular Albert Müller den „Tag der Deutschen Einheit“ auf, an dem die Firmung stattfand. Ausgehend von den Begriffen Einigkeit, Recht und Freiheit stellte er einen Bezug zu den biblischen Texten und zur Lebensrealität der Jugendlichen her. Er erinnerte an die Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 2, 1–18), in der die Jünger, vom Geist Gottes erfüllt, plötzlich in verschiedenen Sprachen sprechen. Die babylonische Sprachverwirrung sei überwunden, Gottes Geist sorge für Einigkeit. „Ihr seid in einer interessanten Lebensphase“, wandte sich Müller an die Jugendlichen. Es sei eine wichtige Zeit, in der die Weichen für das spätere Leben gestellt würden – etwa bei der Berufswahl oder bei der Suche nach dem richtigen Lebenspartner beziehungsweise der richtigen Lebenspartnerin. Er ermunterte die Jugendlichen, sich das Recht zu nehmen, ihren eigenen Weg zu gehen und dabei auch bereits getroffene Entscheidungen zu korrigieren. Dass die Mädchen und Jungen sich die Freiheit genommen hätten, sich firmen zu lassen, freue ihn sehr. Er wünschte ihnen, dass sie ihre „Freundschaft mit Jesus“ ein Leben lang pflegen würden.
Nachdem die Firmlinge anschließend ihren Glauben bekannt hatten, spendete der Domkapitular ihnen das Sakrament der Firmung. Zum Abschluss der Messe bedankten sich die Firmlinge bei Pastoralreferent Harald Ulbrich für die Firmvorbereitung. Ihr Dank galt auch dem Firmspender Albert Müller, dem anschließend das Firmopfer sowie ein kleines persönliches Geschenk überreicht wurden.
Die Firmlinge 2026 aus dem Oberen Rodachtal waren
Birnbaum: Emma Angles, Hannes Gareis, Max Trebes
Nordhalben: Elijah Dehmel, Paul Schmeißner, Leni Schneider, Luis Stey
Nurn: Felix Deuerling, Moritz Förtsch
Steinwiesen: Kilian Beierlorzer, Julia Maria Bodlaj, Nils Deuerling, Fabienne Hartmann, Vincent Hauck, Julian Kapser, Nicolas Prell, Nora Stöcker
Wallenfels: Max Ebert, Johannes Hain, Mirja Leipold, Noel Schauer, Anton Schmidt, Paul Singer, Luke Colin Steinhauser
Wolfersgrün: Leni Schütz