St. Johannes d. Evangelist - Posseck:Fronleichnam 2026 in Posseck – Glaube geht hinaus

Fahnen an den Häusern, Fahnenträger in festlichem Gewand und die Klänge des Musikvereins Größau-Posseck in den Straßen. Posseck zeigte sich auch dieses Jahr an Fronleichnam von seiner festlichsten Seite. Bei angenehmen Temperaturen feierten die Gläubigen ein Fest, das eine einfache, aber starke Botschaft trug: Glaube gehört nicht nur in die Kirche.
Helmut Müller leitete die Wort-Gottes-Feier und begrüßte in der vollbesetzten Kirche die Gläubigen, die Abordnungen der Vereine und Verbände aus Posseck, Größau und Gifting – und ganz besonders die Kommunionkinder.
In seiner Ansprache wählte Helmut Müller ein einfaches Bild: rausgehen, frische Luft schnappen, unter Menschen sein. Genau das steckt im Kern von Fronleichnam, der Glaube tritt hinaus auf die Straße und wird sichtbar. Christen sind nicht dazu da, abzuwarten. Sie sollen selbst auf die Menschen zugehen und die Frohe Botschaft in den Alltag tragen. „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium" – das gilt nicht nur an Fronleichnam, sondern jeden Tag.
Für den musikalischen Rahmen des Gottesdienstes sorgte Roland Völk an der Orgel und trug so wesentlich zur festlichen Stimmung bei.
Anschließend zog die Prozession durch die Straßen von Posseck. Angeführt wurde sie von der Herz-Jesu-Fahne. Sie wird traditionell vom letzten Bräutigam getragen, der in der Pfarrkirche geheiratet hat und noch im Ort wohnt.
An vier Altären machte die Prozession Halt. An jedem Altar wurde ein Abschnitt aus dem Evangelium verkündet und Fürbitten gesprochen. Für die Kirche beim ersten Altar, für Land und Volk beim zweiten, für das Gedeihen der Feldfrüchte und die Werke der menschlichen Technik beim dritten. Am vierten und letzten Altar – zurück in der Pfarrkirche – standen der Ort und seine Bewohner im Mittelpunkt.
Den Ausklang des Festtages gestalteten Pfarrgemeinderat und Soldatenkameradschaft gemeinsam. Bei Kaffee und Kuchen, Bratwürsten und Steaks sowie kühlen Getränken saß die Pfarrgemeinde noch lange bei guter Stimmung zusammen. Ein schöner Abschluss eines Festes, das zeigt: Gemeinschaft endet nicht mit dem letzten Prozessionslied.