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Worte unseres Pfarrers

Detlef Pötzl_quatratisch
Datum:
24. Mai 2023
Mit dem Pfingstfest endete die österliche Festzeit und wir sind liturgisch wieder im Jahreskreis angekommen. Am Sonntag nach Pfingsten ehren wir am Dreifaltigkeitssonntag den einen Gott in den drei Personen und am darauffolgenden Donnerstag feiern wir das Fronleichnamsfest.

Liebe Mitglieder unserer Gemeinden,
liebe Schwestern und Brüder,

mit dem Pfingstfest endete die österliche Festzeit und wir sind liturgisch wieder im Jahreskreis angekommen. Am Sonntag nach Pfingsten ehren wir am Dreifaltigkeitssonntag den einen Gott in den drei Personen und am darauffolgenden Donnerstag feiern wir das Fronleichnamsfest. Am 60. Tag nach Ostern werden wir noch einmal an das Geschehen im Abendmahlssaal erinnert. Das Fest geht auf Visionen der Augustinernonne Juliana von Lüttich (1193-1258) zurück. Sie und ihre Beichtväter deuteten die Visionen als Hinweis auf das Fehlen eines eigenen Festes zu Ehren der Eucharistie. So wurde zunächst in der Diözese Lüttich das Fronleichnamsfest eingeführt. Als ein hoher Würdenträger aus Lüttich Papst wird, führt er als Urban IV. im Jahr 1264 das Fest für die ganze Kirche ein. Ende des 13. Jahrhunderts hören wir zum ersten Mal von eucharistischen Prozessionen am Fronleichnamstag. Die herkömmlichen vier „Altäre" der Prozessionen erinnern an die vier Himmelsrichtungen. Als in der Reformationszeit eine heftige Kontroverse um die Eucharistie entsteht, wird das Fest der Eucharistie auf katholischer Seite um so festlicher begangen.

Manche fragen, welchen Sinn das Fest heute haben soll. Dazu schrieb der Diakon Franz Allemann bereits im Jahr 1989: „Mit dieser "Demonstration" wollen wir zum Ausdruck bringen, dass eine christliche Gemeinde stets aus der Tischgemeinschaft mit Jesus Christus lebt, sich dabei nicht in sicheren Behausungen ‚einkuschelt' und das ‚Lebensbrot' für sich alleine behält und aufbewahrt. Nein – die pilgernde Kirche braucht stets die Nähe zu allen Menschen, die unterwegs sind auf der Suche nach Lebenssinn, nach Freiheit, Gesundheit, Frieden und Brot.

Ganz herzlich lade ich Sie zur Mitfeier der Fronleichnamsgottesdienste und der –prozessionen ein. Wir wollen uns darauf besinnen, dass wir Jesus Christus immer begegnen können – in seinem Wort und im Brot des Lebens. Ganz herzlich danke ich allen, die dazu beitragen, dass unsere Gottesdienste feierlich und festlich gestaltet werden und dass unsere Kirchen einladend sind und zu einem Ort der Begegnung untereinander und mit unserem Gott werden.

Zusammen mit Pfarrer Anton Heinz, Pfarrer Erhard Schupp, Diakon Alfred Trebes, Gemeindereferent Andreas Roderer, Praktikant Maximilian Schmid, Gemeindereferentin Kathrin Ritter und unseren Gottesdienstbeauftragten wünsche ich Ihnen alles Gute, christliche Freude und Gottesreichen Segen.

 

Pfarrer Detlef Pötzl